Hoher Besuch am Sonntag zum Abschluss der Renovierung der Pfarrkirche St. Leonhard in Pflaumloch
Zum Abschluss der Innensanierung der Pfarrkirche St. Leonhard Pflaumloch hat am Sonntag Weihbischof Dr. Johannes Kreidler im Rahmen eines festlichen Pontifikalamts den neuen Alter geweiht. Pfarrer Stanislaus Wojaczek freute sich zu Beginn des Gottesdienstes, dass nach Jahrzehnten wieder einmal ein Bischof den „äußersten Winkel der Diözese Rottenburg-Stuttgart“ besuche.

Weihbischof Dr. Johannes Kreidler weilte am Sonntag in Pflaumloch. (Foto: gne)
Riesbürg-Pflaumloch.
Eine Freude, die Pfarrer Wojaczek mit den vielen
Gottesdienstbesuchern ebenso teilte wie mit den zahlreichen Gästen des
anschließenden Empfangs in der Turnhalle.
Neben Weihbischof Kreidler und Pfarrer Wojaczek konzelebrierte der
stellvertretende Dekan Michael Windisch. Für die festliche, musikalische
Umrahmung des Festgottesdienstes sorgten der Katholische Kirchenchor unter
Leitung von Paul Baur, der Organist Alexander Stirner und Lukas Schneider auf
der Trompete. Den Empfang umrahmte der evangelische Posaunenchor.
Vor der Altarweihe besprengte der Weihbischof den Altarstein und die Gläubigen
mit Weihwasser als Erinnerung an die Taufe, den Akt der Begegnung und der Umkehr
zu Gott. In seiner Ansprache gratulierte Weihbischof Kreidler, die Pfarrkirche
habe durch die Innenrenovierung eine neue Raumdimension erhalten, in der sich
Altes und Neues harmonisch verbänden.
Eucharistie feiern heiße Dank sagen, so Kreidler weiter. Dank sagen für Gottes
Geist, der über dem gemeinsamen Planen und Arbeiten gestanden habe. „Ich danke
allen, dem Pfarrer, dem Kirchengemeinderat, den Gemeindegliedern, dem Künstler
Rudolf Ackermann für die Gestaltung des Altarsteins, dem Architekturbüro, sowie
allen Handwerkern, Helfern und Spendern.“ Sie alle hätten einen wichtigen
Beitrag geleistet.
Die Mitte der gemeinsamen Bemühungen und der Gemeinde sei der Altar als Sinnbild
für Jesus Christus, „der zur Mitte unseres Lebens werden will“, sagte Kreidler.
An die Gläubigen richtete er den flammenden Appell sich für dieses Angebot
Gottes zu öffnen und nicht im Stress des Alltags den Draht zu Gott zu verlieren.
„Kommen Sie in die Kirche, zum Altar. Sie brauchen diesen Ort der Ruhe, des
Gebets und der Gottbegegnung, um Ihre Gedanken zu ordnen und über Ihr Leben
nachzudenken. Damit Sie leben und nicht gelebt werden“, forderte er seine
Zuhörer eindringlich auf.
Nach der Ansprache des Bischofs begann die Altarweihe mit der
Allerheiligenlitanei. „Mache diesen Altar zu einem Ort, an dem sich die
Geheimnisse unserer Erlösung vollziehen“, betete Weihbischof Kreidler, bevor er,
assistiert vom Künstler Rudolf Ackermann aus Eichstätt, Reliquien des Heiligen
Benedikts und der Heiligen Iluminata am Altar beisetzte. Dann besprengte
Weihbischof Kreidler den schlichten hellen Altarstein mit Weihwasser und salbte
ihn. Anschließend wurde an fünf Stellen auf dem Altar Weihrauch verbrannt.
Danach säuberten Helfer den Altar und schmückten ihn, zündeten die Kerzen auf
und hinter dem Altar an, und der bis dahin dauernde Wortgottesdienst wurde mit
der Feier der Eucharistie fortgesetzt. Am Ende der Eucharistiefeier dankte der
Kirchengemeinderat dem Weihbischof für sein Kommen und überreichte ihm und
seinem Begleiter ein Präsent.
Alle Gottesdienstbesucher waren anschließend zum Stehempfang in die Turnhalle
geladen, wo die stellvertretende Vorsitzende des Kirchengemeinderates, Elisabeth
Wohlfarth, sich im Namen des Kirchengemeinde bei allen Beteiligten der
Innenrenovierung bedankte, und Bürgermeister Günther Neumeister den Weihbischof
im Namen der politischen Gemeinde begrüßte.
Wir danken der Schwäbischen Post, dass wir diesen Bericht hier veröffentlichen dürfen!